Alle Anbieter auf einen Blick

Willa & Schnüff Hörspiele

Die Hörgeschichten zum Einschlafen gibt es bei vielen Streamingdiensten und als Tonies. Such dir aus, wo du am liebsten hörst – ein Klick auf die Karte bringt dich direkt zu Willa & Schnüff.

Willa trägt Kopfhörer und tanzt, daneben wippt Schnüff mit Pfeife und Brille zur Musik

Was bleibt von einem Stream eigentlich bei uns?

Kurz gesagt: Einen festen Centbetrag pro Stream gibt es in der Regel nicht. Hier erklären wir, wie Streaming-Vergütung funktioniert – neutral und ohne Empfehlung für einen bestimmten Anbieter.

Kein fester Preis pro Stream

Wer streamt, zahlt meist ein monatliches Abo oder hört mit Werbung – aber nicht pro abgespielter Folge. Die Dienste sammeln diese Einnahmen und geben einen Teil davon an die Rechteinhaber weiter. Wie genau, regelt jeder Dienst in seinem eigenen Vergütungs- und Lizenzmodell.

Häufig landet das Geld zuerst in einem gemeinsamen Topf, einem Lizenz- oder Rechtepool. Aus diesem Topf wird nach Anteilen verteilt: an Labels, Distributoren, Publisher und Verwertungsgesellschaften. Die geben es dann nach ihren Verträgen an die Beteiligten weiter.

Deshalb bedeutet ein Stream nicht automatisch, dass ein bestimmter Centbetrag direkt bei Willa & Schnüff landet.

So fließt das Geld – vereinfacht

  1. Stream

    Jemand hört eine Folge von Willa & Schnüff.

  2. Streamingdienst / Lizenzpool

    Abo- und Werbeeinnahmen werden gesammelt. Ein Teil davon fließt in einen Topf für die Rechteinhaber.

  3. Rechteinhaber, Distributor, Label, Publisher & Co.

    Der Dienst zahlt an Rechteinhaber – nicht direkt an einzelne Künstler:innen. Für manche Rechte sind zusätzlich Verwertungsgesellschaften zuständig.

  4. Vertragliche Verteilung

    Wer welchen Anteil bekommt, regeln die jeweiligen Verträge. Unterwegs können Gebühren anfallen.

  5. Willa & Schnüff bzw. beteiligte Urheber:innen

    Erst am Ende dieser Kette kommt ein Anteil bei den Macher:innen an.

Kurz erklärt

Ein Stream ist keine direkte Überweisung an uns. Zwischen dem Anhören und dem Geld, das am Ende ankommt, liegen mehrere Stationen, Abrechnungszeiträume und Verträge.

Jede Station hat eigene Regeln. Deshalb kann niemand von außen sagen, wie viel ein einzelner Stream für Willa & Schnüff wert ist.

Ein konkretes Beispiel: Spotify

Spotify veröffentlicht keinen festen Preis pro Stream. Für 2025 nennt Spotify aber eine globale Größenordnung:

≈ 11.000 US-Dollar

für einen Anteil von 1 Million Streams (2025, weltweiter Durchschnitt, Angabe von Spotify)

Rechnerisch ergibt das:

11.000 $ ÷ 1.000.000 Streams ≈ 0,011 $ = rund 1,1 US-Cent pro Stream

Wichtig: Die 1,1 Cent sind ein rechnerischer Durchschnitt aus veröffentlichten Gesamtdaten. Sie sind kein fester Spotify-Preis pro Stream und nicht automatisch der Betrag, der bei Willa & Schnüff ankommt.

Was Spotify selbst dazu erklärt:

  • Etwa zwei Drittel der Musikeinnahmen aus Premium-Abos und Werbung gehen an die Rechteinhaber – rund vier Fünftel davon für Aufnahmen, ein Fünftel für Veröffentlichungsrechte (Verlage).
  • Verteilt wird nach „Streamshare“: dem Anteil an allen Streams in einem Land und Monat.
  • Spotify zahlt an Rechteinhaber, nicht direkt an Künstler:innen. Diese werden nach ihren eigenen Verträgen bezahlt.
  • Streams aus Premium-Abos tragen mehr zum Topf bei als Streams aus der kostenlosen, werbefinanzierten Version.
  • Ein Titel muss im vergangenen Jahr mindestens 1.000 Streams erreicht haben, damit er Lizenzzahlungen für die Aufnahme erzeugt.

Warum liest man überall andere „Cent pro Stream“?

Solche Werte sind meist Rückrechnungen. Sie entstehen so:

Gesamtauszahlung ÷ Anzahl der Streams = „Cent pro Stream“

Das Ergebnis ist ein Durchschnitt – und der hängt unter anderem ab von:

  • Einnahmen des jeweiligen Dienstes
  • Anzahl aller Streams auf dem Dienst
  • Herkunft der Streams (Land, Markt)
  • Abonnementmodell (z. B. Einzel-, Familien- oder Gratis-Zugang)
  • Werbeeinnahmen
  • Lizenzmodell des Dienstes
  • Rechte- und Vertragsstrukturen

Hören Menschen auf einem Dienst insgesamt weniger, fällt der Durchschnitt pro Stream höher aus – auch wenn dort nicht mehr Geld verteilt wird. Vergleiche zwischen Diensten sind darum nur begrenzt aussagekräftig.

Was die anderen Anbieter veröffentlichen

Amazon Musickein fester Betrag veröffentlicht
Der Anbieter veröffentlicht keinen festen Betrag pro Stream. Laut Amazon wird je Land nach Nutzung an die Rechteinhaber gezahlt, getrennt nach Abo-Stufe.
Apple Musicoffizielle Angabe
Apple nennt einen Durchschnitt von 0,01 US-Dollar pro Wiedergabe – bezogen auf Einzel-Abos im Jahr 2020, inklusive der Anteile von Labels und Verlagen. Der Wert schwankt laut Apple nach Abo und Land. Eine neuere Zahl haben wir nicht gefunden.
Deezerkein fester Betrag veröffentlicht
Der Anbieter veröffentlicht keinen festen Betrag pro Stream. Seit Ende 2023 führt Deezer ein „Artist-Centric“-Modell ein: Bestimmte Streams zählen stärker, pro Person fließen höchstens 1.000 Streams im Monat in die Verteilung, und reine Geräusch-Inhalte werden aussortiert.
TIDALkein fester Betrag veröffentlicht
Uns ist keine aktuelle offizielle Angabe von TIDAL zu einem festen Betrag pro Stream bekannt.
Tonieskein fester Betrag veröffentlicht
Kein Stream-Modell: Man kauft eine Figur mit Hörinhalt. Wie Lizenzhonorare pro Tonie berechnet werden, ist öffentlich nicht bekannt.
YouTube Musickein fester Betrag veröffentlicht
Der Anbieter veröffentlicht keinen festen Betrag pro Stream. YouTube nennt nur eine Gesamtsumme: über 8 Milliarden US-Dollar an die Musikbranche zwischen Juli 2024 und Juni 2025 (Werbung und Abos, alle YouTube-Angebote).

Im Internet kursieren außerdem Schätzungen einzelner Vertriebe und Rechner-Seiten. Wir geben sie hier bewusst nicht wieder, weil ihre Berechnungsgrundlage meist nicht offengelegt ist.

Ein Hörspiel ist nicht einfach ein Song

Die meisten veröffentlichten Zahlen stammen aus dem Musikbereich. Sie lassen sich nicht einfach auf Hörspiele übertragen. Bei Willa & Schnüff kommen unter anderem diese Punkte dazu:

  • UrheberrechteEin Hörspiel hat einen Text und oft Musik, etwa Titelsong und Lieder. Für Musikwerke kann zusätzlich Geld über Verwertungsgesellschaften wie die GEMA fließen – laut GEMA in Deutschland pro Werk und Stream im Hundertstel-Cent-Bereich (werbefinanziert) bzw. im Zehntel-Cent-Bereich (Abo). Das gilt für Musik, nicht für den gesprochenen Text.
  • LeistungsschutzrechteAuch Sprecher:innen, Musiker:innen und Tonträgerhersteller haben Rechte. Laut GVL wird der gesamte Online-Bereich, also auch Streaming, über individuelle Verträge geregelt – nicht über die GVL.
  • LizenzmodelleFür gesprochene Texte gibt es mit der VG Wort eine eigene Verwertungsgesellschaft. Sie schüttet zum Beispiel für Sprachtonträger und Audio-Downloads aus. Ob und wie sie beim Streaming von Hörspielen ausschüttet, konnten wir öffentlich nicht eindeutig klären.
  • VertriebswegeAuf Streamingdiensten erscheinen die Folgen als Alben mit einzelnen Tracks. Eine Folge ist dabei in mehrere Teile aufgeteilt. Streamzahlen lassen sich deshalb nicht eins zu eins mit Songs vergleichen. Bei Tonies kauft man dagegen eine Figur – das ist ein ganz anderes Modell als ein Stream.
  • RechteinhaberAn einem Hörspiel sind oft mehrere Menschen und Firmen beteiligt. Wer welchen Anteil erhält, steht in Verträgen, die nicht öffentlich sind.

Was sich sagen lässt – und was nicht

Öffentlich belegt sind die Modelle und Durchschnittswerte, die die Anbieter selbst veröffentlichen – so wie die Spotify-Zahl oben.

Nicht eindeutig feststellbar ist, wie viel von einem einzelnen Stream tatsächlich bei Willa & Schnüff ankommt. Das hängt von Verträgen, Ländern, Abo-Arten und Gebühren ab und ändert sich von Monat zu Monat. Deshalb nennen wir hier keinen Betrag pro Stream für Willa & Schnüff.

Quellen & weiterführende Informationen

  1. Spotify for Artists: So funktionieren Lizenzzahlungen auf Spotify (Infos zu Lizenzzahlungen 2025)abgerufen am 23.09.2026
  2. Spotify Loud & Clear: Antworten auf deine Fragen (FAQ)laut Spotify aktualisiert am 11.03.2026, abgerufen am 23.09.2026
  3. Apple Music for Artists: Apple Music Insights – Royalties (englisch)Angabe bezieht sich auf 2020, abgerufen am 23.09.2026
  4. Amazon Music for Artists: FAQ (englisch)ohne Datum, abgerufen am 23.09.2026
  5. Deezer: Artist remuneration (englisch)ohne Datum, abgerufen am 23.09.2026
  6. Deezer Newsroom: Universal Music Group and Deezer to launch the first comprehensive artist centric music streaming model (englisch)veröffentlicht am 06.09.2023
  7. YouTube Blog: $8 Billion – YouTube’s twin engine continues to fuel the future of music (englisch)veröffentlicht am 23.10.2025
  8. GEMA: Distribution in Music on Demand (englisch)ohne Datum, abgerufen am 23.09.2026
  9. GVL: Informationen für ausübende Künstler:innen (englisch)ohne Datum, abgerufen am 23.09.2026
  10. VG Wort: FAQ Sprachtonträger / Audio-Downloadsohne Datum, abgerufen am 23.09.2026

Stand der Angaben auf dieser Seite: September 2026.